Love Scamming und Heiratsbetrug: Sieben Erfahrungsberichte und was man daraus lernen kann

Love Scamming und Heiratsbetrug sind keine Randerscheinung. Allein in Deutschland entstand 2024 durch Love Scamming ein Schaden von mindestens 50 Millionen Euro, im Durchschnitt rund 8.800 Euro pro Opfer. Nur ein Bruchteil der Betroffenen erstattet Anzeige – aus Scham. (Quelle)

Die folgenden Berichte stammen aus öffentlichen Foren, Erfahrungsportalen und aus unserem eigenen Umfeld. Namen, Orte und Details sind verändert. So oder ähnlich ist es vorgekommen.

Erfahrungsberichte

1. Die junge Ehefrau und der neue Partner

Ein Mann Ende 40 lernt online eine rund 30 Jahre jüngere Frau aus der Türkei kennen. Nach gut einem Jahr heiraten sie in der Türkei, sie zieht nach Deutschland. Gut ein Jahr später verlässt sie ihn für einen neuen Partner. Als er versucht, den neuen Partner zur Rede zu stellen, bekommt er selbst rechtlichen Ärger.

Was man daraus lernen kann: Bei sehr großem Altersunterschied und schneller Heirat lohnt ein besonders nüchterner Blick. Und: Selbstjustiz nach der Trennung schadet vor allem einem selbst.

2. Die verschwiegene erste Familie

Eine Frau ist über 13 Jahre mit einem Mann aus der Türkei verheiratet. Eines Tages geht er. Erst danach findet sie heraus, dass es eine frühere religiöse Ehe mit Kindern gab, von der sie nie etwas wusste.

Was man daraus lernen kann: Ein aktueller Personenstandsauszug aus dem türkischen Melderegister zeigt frühere standesamtliche Ehen und Kinder. Religiöse Ehen erscheinen dort nicht – umso wichtiger ist es, Familie und Umfeld wirklich kennenzulernen.

3. Die Urlaubsliebe und der Kredit

Eine Frau verliebt sich im Urlaub. Nach dem zweiten Aufenthalt folgt der Heiratsantrag, kurz darauf die Hochzeit. In Deutschland findet ihr Mann keine Arbeit. Sie nimmt einen Autokredit für ihn auf. Es folgen Streit, Gewalt, Polizeischutz und die Scheidung. Den Kredit zahlt sie allein ab.

Was man daraus lernen kann: Nie Kredite für einen Partner aufnehmen, dessen Perspektive in Deutschland ungeklärt ist. Im selben Forum berichten übrigens auch drei Frauen von glücklichen Ehen – es kommt auf den Menschen an, nicht auf die Herkunft.

4. Das falsche Profil

Über eine Dating-App lernt eine Frau einen Mann kennen, der über Herkunft und Alter falsche Angaben macht. Nach einigen Wochen intensiven Schreibens kommen die ersten Bitten um Geld – wegen einer angeblichen Notlage.

Was man daraus lernen kann: Geldbitten von jemandem, den man nie persönlich getroffen hat, sind das deutlichste Warnsignal überhaupt.

5. Fünf Jahre Fernbeziehung

Eine Frau führt über fünf Jahre eine Fernbeziehung ins Ausland. Mehrere Visumsanträge scheitern, sie überweist regelmäßig Geld. Am Ende stellt sich heraus, dass ihr Partner die ganze Zeit eine weitere Beziehung hatte.

Was man daraus lernen kann: Je länger eine Beziehung ausschließlich aus der Ferne läuft, desto wichtiger ist eine unabhängige Überprüfung der Lebensumstände vor Ort.

6. Nach fünf Jahren frei

Ein älterer Mann heiratet eine deutlich jüngere Frau aus der Türkei und holt sie nach Deutschland. Fünf Jahre lang scheint alles gut. Dann reicht sie die Scheidung ein – für einen jüngeren Mann. Zurück bleiben Unterhalt, ein geteiltes Vermögen und ein Mann, der nicht weiß, ob die Liebe je echt war.

Was man daraus lernen kann: Wer heiratet, sollte die rechtlichen und finanziellen Folgen einer Trennung kennen – und über einen Ehevertrag nachdenken.

7. Der junge Ehemann und die Bars

Eine Frau holt einen deutlich jüngeren Mann aus der Türkei nach Deutschland und finanziert den Neuanfang. Statt Arbeit zu suchen, verbringt er seine Abende in Bars und Kneipen – und sucht sich dort eine jüngere Frau.

Was man daraus lernen kann: Die Rollen sind austauschbar: Auch Frauen werden Opfer falscher Erwartungen. Entscheidend ist, ob der Partner eigene Pläne für ein Leben in Deutschland hat.

Was diese Fälle gemeinsam haben

  • Ein großer Altersunterschied oder eine große wirtschaftliche Kluft
  • Eine Beziehung, die vor allem aus der Ferne gewachsen ist
  • Schnelle Entscheidungen bei Heirat und Visum
  • Angaben, die niemand unabhängig überprüft hat
  • Geld, das früh und regelmäßig geflossen ist

Keine dieser Geschichten ist ein Urteil über eine Nationalität. Viele deutsch-türkische Ehen sind glücklich. Aber jede dieser Geschichten hätte mit einer rechtzeitigen Prüfung anders verlaufen können. Lesen Sie auch: Warum so viele Ehen mit Partnern aus der Türkei scheitern und was ein Fehlgriff kostet.

Wenn Sie betroffen sind

Wenn Sie bereits Geld verloren haben: Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei, auch online über die Onlinewache Ihres Bundeslandes. Sichern Sie Chatverläufe und Überweisungsbelege. Sie sind nicht allein, und Sie müssen sich nicht schämen.

Vertraulich prüfen lassen – mit Vertragspartner in Deutschland

Türkei Partner Check prüft Identität, Angaben und Lebensumstände Ihres Partners in der Türkei – diskret, rechtskonform und auf Wunsch persönlich vor Ort durch Erdoğan Tur. Ihr Vertragspartner sitzt in Deutschland: Sie erhalten ein schriftliches Angebot, eine ordentliche Rechnung, es gilt deutsches Recht, und Sie haben einen persönlichen Ansprechpartner, der für seine Arbeit geradesteht. Alle Pakete und Festpreise finden Sie auf der Seite Partner fürs Leben.

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